Aller Anfang ist leicht

Fairways
, März/April 2010

Einführende Fragen und Antworten zum Thema “Mentaltraining für Golfer”. Artikel von Harald Dobmayer in der März/April 2010-Ausgabe von FAIRWAYS, dem Golf-Sport-Magazin.

An den zahlreichen Fragen, die mir per E-Mail von meinen Klienten und den fairways-Lesern zugehen, glaube ich zu erkennen, dass mentale Fitness immer stärker als wichtiger Erfolgsfaktor im Golfspiel verstanden wird. Rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison möchte ich an dieser Stelle daher einige der mir gestellten Fragen beantworten, insbesondere solche, die sich mit dem Einstieg ins mentale Training beschäftigen. Gleichzeitig möchte ich Sie ermuntern, mir weiterhin Fragen per E-Mail an golfmental@properformance.de zu senden.

Ist Mentaltraining jedem zu empfehlen? Oder gibt es so etwas wie „mentale Naturtalente“, die kein Training benötigen?

Ich habe noch niemanden erlebt, dem mentales Training nicht irgendeinen Nutzen gebracht hätte. Natürlich gibt es Menschen, die von Haus aus (was auch immer das heißen mag) eine beachtliche mentale Stärke mit ans erste Tee bringen. Aber auch zahlreiche Profis haben mittlerweile den Wert des mentalen Spiels erkannt und sich in die Hände von Coaches begeben. Tiger Woods hat von Kindesbeinen an in seinem Vater einen sehr konsequenten und versierten Mentaltrainer gehabt. Darren Clarke hat zu dem Thema sogar ein Buch geschrieben.

Ab welchem Alter kann man mit Mentaltraining beginnen?

Auf spielerische Art und Weise klappt das bereits von Kindesbeinen an. Ich würde mir wünschen, dass mehr Golfclubs ihren Nachwuchs frühzeitig zu mentalem Training anregen. Denn das hilft nicht nur beim Golfen, sondern auch in der Schule und eigentlich in allen Lebenssituationen. Zudem stelle ich immer wieder fest, dass Kinder und Jugendliche mentale Techniken sehr viel schneller erlernen als Erwachsene. Warum also nicht einfach mal die eine oder andere Mentaleinheit ins Jugendtraining einbauen? Spätestens ab dem 12. oder 13. Lebensjahr sollte mentale Fitness meines Erachtens fester Bestandteil jedes Trainingsplans sein.

Wieviel Zeit sollte ich ins Mentaltraining investieren?

Wie so oft im Leben zählt auch hier nicht so sehr die Quantität, sondern vielmehr die Qualität. Regelmäßig fünf bis zehn Minuten täglich ist besser als eine Stunde pro Woche. Das Schöne am mentalen Training: Sie können es überall absolvieren, denn Sie benötigen keinerlei Hilfsmittel außer Ihrem Kopf. Ich mache zum Beispiel regelmäßig kleine Mental-Übungen unter der Dusche. Und beim Frühstück. Beim Gassigehen mit meinem Hund. Und abends im Bett hilft es sogar beim Einschlafen. Vorsicht nur beim Autofahren und bei der Ausübung gefährlicher Tätigkeiten: Sie können bei mentalen Übungen leicht und unbemerkt in eine Trance fallen und dann möglicherweise nicht mehr so reagieren, wie es nötig wäre.

Wie sehen die ersten Schritte aus, wenn ich mit mentalem Training beginnen möchte?

Wer in Sachen Mentaltraining noch völlig unbedarft ist, dem würde ich anfangs zu ganz einfachen Aufmerksamkeitsübungen raten: Setzen oder legen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Fühlen Sie, wie Ihr Körper auf dem Stuhl oder Bett aufliegt. Das ist im übrigen auch gleichzeitig eine der einfachsten Entspannungsübungen, die ich kenne. Als nächsten Schritt können Sie Ihre Aufmerksamkeit nach außen richten: Konzentrieren Sie sich darauf, was sie hören und riechen, stellen Sie sich mit geschlossenen Augen Ihre Umgebung vor. Nach einigen Minuten können Sie die Augen wieder öffnen. Diese Übung stärkt gleichzeitig Ihre Entspannungs- wie auch Ihre Visualisierungsfähigkeiten.

Wenn Sie bestimmte mentale Schwachpunkte bei sich entdeckt haben, dann wäre es für den Anfang sicherlich nicht schlecht, einmal eine Stunde bei einem erfahrenen Mental-Coach zu buchen. Er kann Ihnen die für Ihre Bedürfnisse optimalen Übungen zeigen und Ihnen weiterhelfen, wenn es nicht gleich so gut klappt.

Sollten Sie Ihre ersten Erfahrungen in einer Gruppe Gleichgesinnter sammeln wollen, so bieten die meisten Mentalcoaches (auch ich) hierfür entsprechende Schnupperworkshops oder -kurse an. Wenn Ihnen das Üben mit anderen zusagt, können Sie sich im Anschluss überlegen, vielleicht einmal einen Anfängerkurs im Neurolinguistischen Programmieren (NLP) zu belegen, das ist eine Art Werkzeugkasten mit den verschiedensten Mentaltechniken.

Kann ich mir mentale Kompetenz anlesen?

Ich empfehle Ihnen, Ihre wertvolle (Frei-)Zeit lieber auf das praktische Technik- oder Mentaltraining zu verwenden als auf das Lesen von Büchern. Alle zwei Monate den Mental-Artikel in der aktuellen fairways-Ausgabe reicht meines Erachtens völlig. Meine Mental-Artikel der vergangenen drei Jahre finden Sie übrigens auf meiner Homepage unter www.properformance.de/service/veroeffentlichungen.

Gibt es dennoch empfehlenswerte Bücher?

Ich habe mittlerweile einige Dutzend Golfmental- Bücher gelesen, und auf die allermeisten können Sie meines Erachtens sehr gut verzichten. Eine ganz große Ausnahme stellt jedoch Oliver Heulers „Jenseits der Scores“ dar. Der ehemalige DGV-Nationaltrainer nimmt seine Leser mit auf den Weg des Meisters, wie er es nennt. Er führt verschiedene Entwicklungsstadien eines Golfers auf: Von anfänglicher Sorglosigkeit über Vergleich und Verleugnung, Wut, krankhaften Ehrgeiz, Depression, Erkenntnis und Akzeptanz, verinnerlichte Gelassenheit bis hin zur Meisterschaft, die in Selbstachtung und dauerhafter Zufriedenheit mündet. Für Oliver Heuler ist das Golfspiel nicht nur die Jagd nach dem noch besseren Score, sondern Arbeit an der eigenen Persönlichkeit. Wer mit dem Golfspiel begonnen hat – egal, ob vor drei Wochen oder 30 Jahren – sollte dieses Buch lesen und den „Weg des Meisters“ zur Basis seiner Einstellung gegenüber diesem faszinierenden Sport machen.

Was sind die wichtigsten Mentaltechniken, die ich als Golfer beherrschen sollte?

Das kommt letztendlich immer auf die persönlichen Belange an. Entspannungsübungen, das Ankern positiver Gemütszustände, die richtige Atmung und das Visualisieren bilden zusammen sicherlich schon einmal eine relativ gute Grundausstattung. Mit diesen Themen haben wir uns in den vergangenen drei Jahren an dieser Stelle immer mal wieder beschäftigt und werden es auch in diesem Jahr wieder tun.

Was hat es eigentlich mit dem Visualisieren auf sich? Davon hört man ja immer wieder ...

Beim Visualisieren geht es darum, sich eine Situation oder einen Ablauf vorab im Kopf vorzustellen, zum Beispiel einen Golfschlag und den Ballflug oder den Gewinn eines Turniers. Denn allein durch die Vorstellung können wir darauf Einfluss nehmen, wie unser Körper in der realen Situation reagiert. Visualisieren ist aber eigentlich nicht der richtige Ausdruck, denn es geht neben dem Sehen mit dem geistigen Auge auch ums Hören mit dem geistigen Ohr und das Fühlen im gedanklichen Bauch.

Ist Visualisieren vor dem Schlag wirklich nötig? Sollte ich mich nicht besser auf meine Technik konzentrieren?

Darren Clarke hat einmal gesagt: „Nicht zu visualisieren ist fast so, als hätte man ein Navi im Auto, würde aber kein Ziel eingeben.“ Dem stimme ich voll und ganz zu. Visualisieren ist sozusagen die Routenplanung unseres Gehirns. Und wer diese elementare Mentaltechnik ausreichend und regelmäßig trainiert hat, den kostet sie später am Ball höchstens drei bis fünf Sekunden.

Kundenstimmen

Martin Stoll
GC Main-Taunus
"Deutlichste Veränderung: Die Spieler gehen bewusster mit Situationen um, die eine mentale Komponente besitzen."
Foto: A. Philipp
Denise Kalek
Bundesliga-Spielerin
"Nach dem Coaching mit Harald habe ich schnell mehr Sicherheit im kurzen Spiel bekommen!"
Christiane
Dellmann Walther
Zürich, Schweiz
"Ich bin eigentlich kein Einsen-Verteiler, aber das Training war wirklich sehr gut!"
Stephanie Kiefer
Captain
GLC Kronberg
"An nur einem Nachmittag haben wir einen Überblick erhalten und gleichzeitig konkrete Techniken kennengelernt. Vielen Dank für den Input!"
Marco dei Cas
Zürich, Schweiz
"Ein sehr gutes Training, interessant gestaltet und sehr kurzweilig. Ich habe enorm davon profitiert."
Tarik Panitz
Golf-Professional
"Haralds Tipps geben meinem Spiel und dem meiner Schüler nachhaltig mehr Sicherheit."
Foto: A. Philipp
Denise Kalek
Bundesliga-Spielerin
"Nach dem Coaching mit Harald habe ich schnell mehr Sicherheit im kurzen Spiel bekommen!"
Andreas E. Kaehmer
Symantec
Deutschland
"Ihre besonders ergebnisorientierte sowie beeindruckend professionelle Gestaltung der Trainingseinheit hat mich gefesselt!"
Tarik Panitz
Golf-Professional
"Haralds Tipps geben meinem Spiel und dem meiner Schüler nachhaltig mehr Sicherheit."
Katrin Graf
Golf- & Landclub
Kronberg
"Ich habe von Harald gelernt, meine Schläge zu visualisieren und zu fokussieren, so dass ich mich nicht mehr durch negative Gedanken beeinflussen lasse."
Stephanie Kiefer
Captain
GLC Kronberg
"An nur einem Nachmittag haben wir einen Überblick erhalten und gleichzeitig konkrete Techniken kennengelernt. Vielen Dank für den Input!"
Benjamin Schlichting
PGA-Professional
GC Hummelbachaue
"Mit Harald als Mental-Coach habe ich zwei Highlights meiner Karriere erreicht: Eine 62er-Runde und ein Sieg auf der EPD-Tour!"
Chira Hartwig
Golf-Hessenmeisterin 2010
"Mit deinen Tipps und Tricks bist Du mir eine große Hilfe und tolle Unterstützung. Danke, dass Du immer für mich da bist!"
Foto: A. Philipp
Manuel Kempe
PGA Professional
"Harry, vielen Dank für Deine Unterstützung auf der EPD-Tour, der Challenge Tour und bei den BMW International Open 2007!"
Daniel Bachofen
Zürich,
Schweiz
"Ich habe mich sehr wohl gefühlt! Das Training war professionell und hilfreich!"
Bernd Bilek
Aschheim
"In einer angenehmen Atmosphäre trainiert es sich gut - super!"
Martin Stoll
GC Main-Taunus
"Deutlichste Veränderung: Die Spieler gehen bewusster mit Situationen um, die eine mentale Komponente besitzen."
Katrin Graf
Golf- & Landclub
Kronberg
"Ich habe von Harald gelernt, meine Schläge zu visualisieren und zu fokussieren, so dass ich mich nicht mehr durch negative Gedanken beeinflussen lasse."
Foto: A. Philipp
Manuel Kempe
PGA Professional
"Harry, vielen Dank für Deine Unterstützung auf der EPD-Tour, der Challenge Tour und bei den BMW International Open 2007!"
Chira Hartwig
Golf-Hessenmeisterin 2010
"Mit deinen Tipps und Tricks bist Du mir eine große Hilfe und tolle Unterstützung. Danke, dass Du immer für mich da bist!"
Benjamin Schlichting
PGA-Professional
GC Hummelbachaue
"Mit Harald als Mental-Coach habe ich zwei Highlights meiner Karriere erreicht: Eine 62er-Runde und ein Sieg auf der EPD-Tour!"